Brauerei Lemke: Alles Berlin

Brauerei Lemke: Alles Berlin

Gleiches Bier, neues Gesicht: Die Brauerei Lemke Berlin hat ihr Kernsortiment neu gestaltet. Vier Biere bekommen ein komplett neues Etikett und einen neuen Namen, ein fünftes kommt neu dazu. Pils, Helles, alkoholfreies Helles, dunkles Lager und das neue Zwickel treten ab sofort unter der gemeinsamen Klammer „Berliner“ auf – mit kräftigen Farben und einer einheitlichen Design-Sprache. An den Rezepturen ändert sich nichts.

Fünf „Berliner“

Die neue Klassiker-Linie trägt ihre Herkunft nun im Namen:

  • Berliner Perle: das Helle mit 4,9 %
  • Berliner Perle Alkoholfrei mit unter 0,5 %
  • Berliner Kante: das Pils mit 4,9 %, hieß bisher Lemke Pilsner
  • Berliner Original: das dunkle Lager mit 5,4 %, bisher Lemke Original
  • Berliner Pulle: das neue Zwickel mit 4,7 %

Das neue Design

Die neuen Etiketten sind eckig und in kräftigen Farben gehalten. Jede Sorte hat ihre eigene und ist leicht zu erkennen. Name und Bierstil stehen bei allen Bieren an derselben Stelle, Logo und der seitlich gestürzte Schriftzug „Brauerei Lemke" sind einheitlich platziert, flankiert vom Berliner Fernsehturm. Der steht nicht nur für die Silhouette der Stadt, sondern für den Brauort selbst: die S-Bahnbögen im Herzen der Stadt, zu Füßen des Turms.

Entwickelt hat das Ganze Vera Neumann. Die Designerin gehört zum Team der Brauerei. Ihre Diagnose des alten Sortiments ist entwaffnend ehrlich: „Die alten Etiketten waren jedes für sich schön, aber sie haben nicht miteinander gesprochen."

 

 

Geschäftsführer Martin Krotki formuliert es so: „Unser Sortiment ist über viele Jahre hinweg gewachsen. Genauso hat sich auch das Etiketten-Design Bier für Bier entwickelt. Jede Illustration ist uns ans Herz gewachsen, aber zusammen ergaben sie kein Bild.“ Zugleich, sagt Krotki, öffne man sich optisch für eine jüngere Zielgruppe: „ohne unsere Wurzeln als Handwerksbrauerei zu verlieren". Und noch etwas ist ihm wichtig: Dass Vera Neumann alles im eigenen Haus entwickelt hat. „Wir brauen selbst, und wir gestalten selbst."

Lemke hat das richtig gemacht: Man hat das Bier in Ruhe gelassen und nur das Etikett neu gedacht. Denn wer seine Rezepte ändert, riskiert Stammkundschaft. Wer nur die Verpackung anfasst, gewinnt vielleicht neue dazu.

 

Quelle und Fotos: Brauerei Lemke Berlin 
Text: Birgit Rieber

Comments

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muschke2001 • 2 Hours ago
Das alte Etikett wirkte frischer. Aber generell eine sehr gute Brauerei
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