Wie weiter mit Fachliteratur zu Bier und Brauen?

Wie weiter mit Fachliteratur zu Bier und Brauen?

Der Fachverlag Hans Carl hat am 20. Juli 2026 Antrag auf Insolvenz gestellt.

Vor 165 Jahren, im 1861, wurde die Allgemeine Hopfenzeitung von Johann Carl gegründet, welche sich innert kürze zur Fachzeitschrift für Brauereien mauserte. So wurde diese 1882 in die Allgemeine Brauer- und Hopfenzeitung umbenannt. Seit 1946 tritt das Magazin aus Nürnberg unter dem Titel Brauwelt auf und ist nun mit seinen 165 Jahren die älteste Brauerei-Fachzeitschrift der Welt.
Fachartikel um Fachartikel wurde die Zeitschrift zu einem wichtigen Medium in der Brauereiwelt und ist inzwischen auch auf Englisch und digital verfügbar. Innovationen werden vorgestellt, Probleme besprochen und Neuheiten gezeigt. Hersteller von Brauereizubehör nutzten die Zeitschrift auch gerne, um neue Kunden mit Werbung zu erreichen. Neben der Brauwelt wird auch das Journal BrewingScience veröffentlicht, welches wissenschaftliche Artikel rund um Bier im freien Zugang zur Verfügung stellt.
Es werden auch Fachbücher rund ums Bier publiziert, von Anleitungen für Heimbrauer über Nachhaltigkeit bis hin zu Strömungsmechanik.

Doch wie der Bierabsatz sinkt und gefühlt wöchentlich eine Brauerei die Türen schliesst, da ist das Thema Bier nicht mehr so lukrativ. Viele Firmen schnallen den Gürtel enger und schalten weniger Anzeigen. Und im Buchmarkt läuft es auch gerade nicht rosig – da kommt auch ein Fachverlag ins Strudeln. Neue Investoren gewinnen, das ist das Ziel der Insolvenz-Anmeldung. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, denn Wissen zu Bier soll und darf nicht verloren gehen.

Quelle: brauwelt.com
Bild: Brauwelt

Comments

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spaetzuender • 54 Minutes ago
"Rette Bücher - trinke Bier!" Gefällt mir, da helfe ich gerne mit
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