
Philadelphia, April 2026: 8.166 Biere, 1.644 Brauereien, 50 Länder, 255 Juroren – der World Beer Cup feiert sein 30-jähriges Jubiläum mit beeindruckenden Zahlen. Und mit einer Schlagseite: Von den 353 vergebenen Medaillen gingen 292 an US-amerikanische Brauereien. Das sind 83 Prozent.
Und: d spricht nicht zwingend gegen die Güte europäischer Biere. Es ist vielmehr ein strukturelles Phänomen. Der World Beer Cup (WBC) ist der Heimbewerb der amerikanischen Craft-Beer-Szene – organisiert von der Brewers Association, dem Dachverband der amerikanischen Craft-Brauer. Wer aus Bayern oder Österreich anreist, tut das bewusst und mit Blick auf den Aufwand. Die Top-5-Einreicherländer spiegeln das wider: USA, Japan, Kanada, China, Brasilien. Kein einziges europäisches Land ist darunter.
Der European Beer Star: Das Heimspiel für europäische Brauer
Für europäische Brauereien ist der European Beer Star in Nürnberg die relevantere Bühne. Auch dort werden Biere streng blind verkostet und nach Stil bewertet, auch dort sitzt eine internationale Jury – aber das Teilnehmerfeld ist anders zusammengesetzt, die europäische Braukultur ist dort besser repräsentiert. Und der Aufwand, ein Bier einzureichen, ist für eine Brauerei aus Österreich, Deutschland, Tschechien oder Belgien schlicht überschaubarer.
Was den WBC nicht schmälert. Er bleibt neben dem European Beer Star einer der bedeutendsten Bierwettbewerbe der Welt, mit technisch strengen Maßstäben und internationaler Reichweite.
Deutschland: sechs Medaillen
Etliche jener deutschen Brauereien, die sich die Reise nach Amerika zutrauten, fahren nicht mit leeren Händen heim. In der Kategorie “German-Style Weizenbock” gingen alle drei Awards nach Deutschland:
Gold für Weihenstephaner Vitus
Silber für den Ladenburger Weizenbock
Bronze für Kuchlbauer Aloysius.
Die anderen drei Awards:
Silber für Schlöbberla aus der Forchheimer Brauerei Greif
Silber für das Weihenstephaner Kristallweissbier
Bronze für Silber für Kuchlbauer Alte Liebe
Wir gratulieren allen Siegern!