Bayreuther Brauhaus eröffnet

Bayreuther Brauhaus eröffnet

Am Freitag, 9. Oktober, war es so weit: Das neue Bayreuther Brauhaus wurde mit den Projektpartnern und zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Brauwirtschaft eröffnet. Die Menschen aus Bayreuth feierten mit, im Festzelt bei der viertägigen Bayreuther Brauhaus Herbstkerwa.

Fünf Jahre vergingen von der Planung bis zur Fertigstellung. 90 Millionen Euro hat die Brauerfamilie Maisel in die neue Produktionsstätte für das erfolgreiche Bayreuther Hell investiert. Auch wenn die Anlage auf dem neuesten Stand ist, stellt Brauereiinhaber Jeff Maisel klar: „Eine neue Anlage allein braut noch kein gutes Bier.“ Entscheidend seien die Brauer mit ihrem Können und ihrer Hingabe. „Es macht mich unglaublich stolz, dass wir es als Team geschafft haben, dieses besondere Projekt zu verwirklichen“, ergänzt Maisel. „Das Bayreuther Brauhaus steht für mich auch sinnbildlich für all das Herzblut, das wir in den letzten Jahren in die Brauerei und in unsere Biere gesteckt haben. Jetzt freuen wir uns darauf, diese Braustätte mit Leben zu füllen und viele Menschen hier willkommen zu heißen.“

Gründach und Abwärme

Auf dem Dach wachsen Wildblumen, Gräser und Sträucher, 13.000 Quadratmeter Grün, das nahezu nahtlos in die Landschaft hineinfließt. Die Brauerei setzt auf Rückgewinnung und Weiterverwendung von Energie. So wird beispielsweise die Abwärme aus der Produktion genutzt und die Grünflächen werden mit gesammeltem Regenwasser bewässert.

Blick ins Sudhaus

Ab Dezember 2026 können geführte Gruppen das Brauhaus besuchen. Von einer Empore in neun Metern Höhe mitten im Sudhaus geht der Blick rundum über die Brauanlagen, und man sieht den Brauern bei der Arbeit zu. Der Besucherweg folgt danach dem Bier bis zur Abfüllung. Wer sehen will, wie Bayreuther Hell entsteht, kann schon jetzt Termine vereinbaren. 

Die Aktien

Die Bayreuther Bierbrauerei wurde 1857 gegründet und 1872 in eine Aktienbrauerei umgewandelt. Der Volksmund nannte sie deshalb „die Aktien“. 1934 war die Aktien sogar die größte Brauerei der Stadt. 1965 übernahm die Familie Maisel die Mehrheit. Man vereinbarte, dass beide Brauereien unabhängig bleiben. Die Aufgaben sind seither geteilt: Bayreuther braut untergärig, Maisel obergärig.

2016 zog sich die Brauerei vom Börsenhandel zurück. Aus Bayreuther Aktien Hell wurde Bayreuther Hell. Das Bier wurde zur Erfolgsgeschichte, mit der man in der Brauerei nicht gerechnet hatte. Dieser Erfolg brachte die Braustätte 2021 ans Limit, die Maisels entschieden sich für einen Neubau. Ein schlüssiger und zugleich mutiger Schritt. Das Familienunternehmen setzt damit ein starkes Zeichen für die bayerische Brauwirtschaft und ein Bekenntnis zum Braustandort in der Stadt. 

Bieriges Reiseziel

Mit dem Bayreuther Brauhaus hat die Stadt neben Maisel’s Bier-Erlebniswelt nun eine zweite Station für Besucher. Für Bierfreundinnen und Bierfreunde wird Bayreuth damit immer interessanter.

 

 

Quelle: Bayreuther Brauhaus / Bildnachweis: © Bayreuther Brauhaus 
Text: Birgit Rieber

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