
Wer diesen Sommer mit Eurowings fliegt, kann sich ein Bier aus dem Westerwald bestellen. Hachenburger Hell steht ab sofort in allen 130 Maschinen der Lufthansa-Tochter auf der Karte, zunächst für einige Monate. Für eine Regionalbrauerei ist das eine Ansage.
Hachenburger ist keine der großen Marken, die man aus den Supermärkten in ganz Deutschland kennt. Die Westerwald-Brauerei verkauft ihr Bier vor allem dort, wo es gebraut wird. Umso bemerkenswerter, dass ausgerechnet dieses Helle nun über den Wolken ausgeschenkt wird. Und die Gäste spielen mit: Seit dem Start erreichen die Brauerei unzählige Fotos vom Bier am Bordtisch.
Der Zeitpunkt passt. Die Familienbrauerei hat ein starkes erstes Halbjahr hinter sich und rund 16 Prozent mehr Flaschen abgefüllt als im Vorjahr. Bier mit und ohne Alkohol legte zu. Auch die neue Hachenburger Cola und die Cola Zero liefen besser als geplant. Das Absatzziel für das gesamte erste Jahr war schon nach wenigen Wochen erreicht. Die Westerwald-Brauerei zeigt, dass Wachstum auch gegen den Branchentrend möglich ist.
Bodenständig bleibt bodenständig
Trotzdem hält Geschäftsführer Jens Geimer, der die Brauerei in fünfter Generation führt, den Ball flach. Solche Kooperationen sollen die Ausnahme bleiben. „Der Schwerpunkt unserer Familienbrauerei liegt seit jeher im Westerwald und den angrenzenden Regionen, dort, wo die Menschen Hachenburger zu ihrer Heimatmarke gemacht haben“, sagt er. Die Lage für die Brauwirtschaft bleibe fordernd: Steigende Kosten, schwierige Beschaffung, zurückhaltende Konsumlaune.
Unterm Strich eine schöne Geschichte: Ein regional verankertes Helles fliegt durch die Welt und bleibt trotzdem der Heimat verbunden. Das muss man erst einmal hinbekommen. Reisen mit Eurowings ist damit ein kleines Stück spannender geworden.
Guten Flug, und Prost.
Quellen: Westerwald-Brauerei @ Facebook, about-drinks.com,
Foto: Screenshot vom 15.07.26 Westerwald-Brauerei @ Facebook
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