Second Best: James Watt gründet neu

Second Best: James Watt gründet neu

James Watt ist einer der beiden Gründer von BrewDog. Innerhalb von 10 Jahren wurde die schottische Brauerei mit dem Crowdfunding-Modell "Equity for Punks" zur bekanntesten Craft-Beer-Marke Europas. 2021 erschütterten Vorwürfe toxischer Führungskultur und sexuellen Fehlverhaltens das Unternehmen. Watt trat 2024 als CEO zurück. Vor wenigen Wochen verkaufte BrewDog Marken und Assets an Tilray Brands. Die Equity Punk-Investoren gingen leer aus.

Watt will das so nicht akzeptieren.

Anteile für alte Punks

Am 22. Mai kündigte er auf LinkedIn an, dass er mit “Second Best” noch einmal ins Bierbusiness einsteigen will. Und Watt will all die enttäuschten Equity Punks mitnehmen. Sie sollen Anteile an der neuen Firma bekommen, so viele, wie sie bei BrewDog hatten, gratis. Das Angebot gilt nicht nur für externe Crowdfunding-Investoren, sondern auch für BrewDog-Mitarbeiter, die Anteile an BrewDog hielten.

"Ihr seid diesmal keine Aktionäre. Ihr seid zweite Gründer", schreibt er. Equity Punks können sich unter secondbest.beer registrieren.

Großes Interesse

Die Reaktion hat Watt nach eigener Aussage überrascht. Mehr als 16.000 ehemalige Equity Punks haben sich bereits registriert, die Zahl wächst wohl täglich.

Lager, Pale Ales, zwei Pubs

Second Best startet mit einem Lager und zwei Pale Ales. Zwei Pubs sollen folgen, einer in London, einer irgendwo in Schottland. Genaues steht noch nicht fest. Watt wartet noch auf Lizenzen und behördliche Genehmigungen.

Moralischer Kompass

Watt formuliert seinen Neustart als moralische Pflicht. "Tausende Menschen haben mir vertraut, ein brillantes Bierunternehmen aufzubauen und Wert für sie zu schaffen. Das ist eine Verpflichtung, die ich ernst genommen habe. Und ich bin mit ihr noch nicht fertig", schreibt er.

16.000 Equity Punks haben schon jetzt entschieden, was sie davon halten.

 

Quelle: James Watt @ LinkedIn 
Fotocollage: James Watt (© BrewDog) & Screenshot Website secondbest.beer

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