
Die Finest Beer Selection gehört zu den jüngsten der internationalen Bierwettbewerbe. Erst 2023 vom Meininger Verlag und der Doemens Akademie ins Leben gerufen, hat sie sich in kurzer Zeit einen Namen gemacht. In diesem Jahr schickten 122 Brauereien aus aller Welt 843 Biere ins Rennen. Verkostet wurde Ende Mai, drei Tage lang, bei Doemens in Gräfelfing. Die Preise vergab man am 29. Juni in Neustadt an der Weinstraße.
Punkte statt Medaillen
Die meisten Wettbewerbe küren die besten drei je Kategorie. Die Finest Beer Selection macht es anders. Jedes Bier wird blind verkostet (wie bei allen Wettbewerben) und für sich beurteilt, ohne Blick auf die Konkurrenz. Am Ende steht der Finest Beer Store, eine Punktezahl auf einer Skala bis 100. Wer 90 Punkte oder mehr erreicht, kommt in die Selection, alle niedriger bewerteten Biere nicht. 285 Biere haben die 90-Punkte-Marke in diesem Jahr geschafft. also etwa jedes dritte.
Die Sieger
Wie im Vorjahr ging der Titel »Brauerei des Jahres national« an die Brauerei Kundmüller aus dem fränkischen Viereth-Trunstadt. Ihr bestbewertetes Bier war der Weiherer Doppelbock holzfassgelagert Rum mit 96 Punkten.
Auch die Stieglbrauerei zu Salzburg verteidigte ihren Titel als »Brauerei des Jahres international«. Den höchsten Score holte das holzfassgereifte Wildshut Bio Sonnenkönig Barrique, Jahrgang 2025 mit 97 Punkten.
Beiden Brauereien können auf jeweils 15 Biere blicken, die in der Finest Beer Selection 2026 einen Platz fanden
»Bier des Jahres national – Weyermann®-Award« ist, wie schon 2025, der Aventinus Eisbock von Schneider Weisse aus Kelheim. Das »Bier des Jahres international – Weyermann®-Award« kommt aus Japan. die 2018 gegründete Mikrobrauerei Sakaikashi Brewery überzeugte mit ihrem Barrel Aged United Stout sieben Monate in originalen Bourbon-Fässern gereift, mit Noten von Kaffee, Kakao und dunkler Schokolade und einer wärmenden Alkoholnote.
Alle weiteren, mit mindestens 90 Punkten bewerteten Biere sind bei Finest Beer Selection zu finden.
Foto: Finest Beer Selection