
Im Juni wurde bekannt, dass die Aktienbrauerei Kaufbeuren (ABK) strauchelt (wir haben berichtet). Man strebte ein Sanierungsverfahren an, scheiterte und musste am 28. August Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden. Von 84 Beschäftigten sollen 38 bleiben. Die übrigen 46 können in eine Transfergesellschaft wechseln.
Der Braubetrieb läuft mit der gesamten Produktpalette weiter: mit den Bieren, den Weinmischgetränken der Marke „Fräuleins“ und den alkoholfreien LEO-Limonaden. Sanierungsgeschäftsführer Volker P. Zimmerer, seit März im Amt, führt das Verfahren.
Dass es überhaupt weitergeht, verdankt die ABK ihrem Mehrheitsgesellschafter. Die ROKiT-Gruppe hat das Sanierungskonzept genehmigt und Geld nachgeschossen. Ohne diese Mittel hätte die Stilllegung gedroht. Nach einem Investor wird weiter gesucht.
Der Aufruf vom Juni, „Jeder Schluck hilft“, hat geholfen, aber nicht gereicht, um die über 700 Jahre alte Brauerei über Wasser zu halten. Es brauchte die Finanzspritze des Eigentümers.
Quellen: Merkur.de, t-online.de
Text: Birgit Rieber
Bild: wegro communications