Brewery 2030+: Impulse für die Brauwirtschaft

Brewery 2030+: Impulse für die Brauwirtschaft

Die Brauwirtschaft hat es schwer. Der Markt ist wirtschaftlich angespannt, Bier hat an Ansehen verloren, und viele Betriebe zögern, neue Themen oder Produktfelder anzugehen. Das Projakt Brewery 2030+ will Brauereien deshalb mit Hochschulen, Start-ups, Maschinenbauern und Technologiepartnern ins Gespräch bringen.

Die Initiative wurde von Martina Gastl, Roman Bosl Werner und Stefan Lustig gegründet. Gastl leitet das Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität der TU München, Bosl Werner arbeitet im TUM Venture Lab FAB, Lustig führt das Beratungsunternehmen Lustig Beverage Consulting. 

Von Hopfenanbau bis Marketing

Die Themen reichen vom nachhaltigen Anbau von Hopfen, Gerste und Weizen über Digitalisierung, KI und neue Sensoren bis zu Energieeffizienz, neuen Getränken und Marketing. Auch Nebenströme wie Treber gehören dazu. Belehren will die Initiative nicht und niemanden; sie will die Kompetenz der Brauereien um Blickwinkel von außen ergänzen. Denn neue Ideen entstehen oft dann, wenn verschiedene Blickwinkel und Bereiche aufeinander treffen und sich gegenseitig inspirieren. Gastl sieht die Aufgaben so verteilt: Start-ups bringen Motivation und neue Ansätze, Brauereien Erfahrung, Anlagen und Marktzugang.

Vom Gespräch zum Hackathon

Die Arbeit läuft in Stufen: Round Table, Workshops und schließlich ein »Brewerthon«, ein Hackathon für reale Probleme der Branche. Brewery 2030+ entwickelt keine eigenen Produkte und zieht sich zurück, sobald Patente oder andere Schutzrechte ins Spiel kommen. Ergebnisse aus den Workshops dürfen genutzt werden. Wer sie eingebracht hat, bleibt ungenannt (Chatham House Rules). Gastl hält es in dieser frühen Phase für denkbar, dass auch Wettbewerber zusammenarbeiten. Die Initiative ist gemeinnützig und startet mit einem Probejahr; wie es danach finanziert wird, ist offen.

Der nächste Workshop für Star-ups wird auf der BrauBeviale in Nürnberg stattfinden. Interessierte können am Web von Brewery 2023+ Themen einreichen. 

 

 

Quelle: Getränke News; Prototype
Text: Birgit Rieber
Visual: wegro communications

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