
Für alle Bundesländer Deutschlands, für Österreich und in der Schweiz werden für die nächsten Tage Hitzewarnungen ausgesprochen. Gerade in Städten wärmt es sich noch mehr auf, durch den vielen Asphalt und die Gebäude, welche die Wärme speichern. Es entsteht ein Hitzestau.
Städteplaner sehen mehr Bäume als ein Teil einer Lösung, da die Bäume einerseits Schattenspender sind, anderseits durch Verdunstung ein eigenes Mikroklima erzeugen, welches zu einer lokalen Abkühlung von mehreren Grad Celsius führen kann. Durch die Abkühlung der Verdunstung sinkt die kühle Luft nach unten und sorgt so für eine sanfte Brise und leicht angefeuchteter Luft, welche den Aufenthalt unter dem Baum angenehmer macht.
Weitere Studien fanden positive Effekte auf das Wohlbefinden durch Flächen mit mehreren Bäumen.
Ein gutes Bier soll kühl gelagert werden, vor allem die untergärigen Lagerbiere. Bevor es die Kältemaschinen gab, wurden Bierkeller angelegt, da die Temperatur im Keller meist ein bisschen kühler ist. Diese Keller wurden dann mit Natureis gekühlt, das Natureis konnte aber nur im Winter gesammelt werden und musste durch den Sommer durch möglichst lange die Keller kühlen. Doch das reichte nicht – denn die Sonne brannte von aussen auf die Kellerdächer – und da kam die Idee auf, man könne ja Bäume auf den Kellern drauf pflanzen, damit diese Schatten spenden und unter einem Baum war es ja auch noch ein bisschen kühler. So wurden Bierkeller, welche in den Städten waren, oftmals mit Bäumen bepflanzt. Bevorzugt wurden Kastanien genutzt, da diese ein sehr flaches Wurzelwerk haben und so die Keller nicht schädigten, die Fläche zwischen den Bäumen wurde mit Kies bestreut.
Diese lauschigen Plätze, eher schon Garten, über den Bierkellern waren im Sommer der perfekte Ort, um der Hitze zu entfliehen, doch fehlte noch etwas – das leckere Bier, welches dort drunter gelagert wurde. Schnell waren Bänke und Tische aufgestellt, doch das Gesetz war noch nicht so weit. Erst 1812 hat Maximilian I. die Bestimmung erlassen, dass in diesen Garten Bier ausgeschenkt werden dürfe, aber man darf kein Essen ausser Brot anbieten. So entstanden die Biergärten und die Kultur, welche es mancherorts immer noch erlaubt, das eigene Esse mitzubringen und das Bier vor Ort zu beziehen. Das Bayrische Biergartengesetz trennt hier auch klar zwischen Biergarten, wo die Essensmitnahme erlaubt ist, und Wirtsgarten, wo nichts mitgebracht werden darf.
Nun – mit der Hitzewarnung lädt es ein, den nächsten Biergarten zu besuchen und sich am kühlen lokalen Bier zu laben. Und wenn man sich die Städteplaner zu Herzen nimmt, dann ist klar: es müsste in jeder Stadt viele und grosse Biergärten geben, denn die Bäume wirken positiv auf Wohlbefinden und Klima. Aber auch das Zusammenkommen mit Freunden und neuen Freunden, bringt die Gemeinschaft und den Austausch mit anderen. Somit, nach dem Lesen des Artikels und dem Einchecken des Bieres – Smartphone mal zur Seite legen und einfach mit Freunden sein.
Auf ein kaltes Bier und zum Wohl.
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