Die Hansestadt Einbeck hat eine lange Bier Geschichte und noch viel wichtiger hier wurde das Bockbier geboren!
Einbecker Bier ist seit 1378 bekannt, wie eine Urkunde über einen Bierverkauf berichtet.
Mit der Vergabe des Stadtrechtes 1240 durch die Söhne Heinrich des Löwen war auch ein Braurecht für die Bürger verbunden. Somit hatte jeder Einbecker Vollbürger das Recht, Bier zu brauen. 700 Brauherren gab es damals. Der Rat der Stadt kaufte die Überproduktion auf und sorgte für deren Vermarktung im gesamten deutschen Raum und im Ausland von Amsterdam im Westen bis Reval im Osten.
Das dort im Mittelalter gebraute obergärige Bier galt als Luxusware und wurde über weite Strecken, u. a. bis nach Italien, exportiert. Um die dafür nötige Haltbarkeit zu erreichen, braute man es mit einer ungewöhnlich hohen Stammwürze. Das Resultat war ein schweres, alkoholreiches Bier.
Am 17. April 1521 soll Martin Luther von Herzog Erich auf dem Reichstag zu Worms einen Krug Einbecker Bier erhalten haben, worauf er gesagt haben soll: „Der beste Trank, den einer kennt, der wird Einbecker Bier genennt“. Folgend ließ er sich zu seiner späteren Hochzeit einige Fässer Einbecker Bier heranschaffen.
Auch der herzogliche Hof der Wittelsbacher in München ließ sich seit 1555 aus Einbeck beliefern, bis man 1573 das erste bayerische Hofbräuhaus zunächst auf der Landshuter Burg Trausnitz gründete und 1589 nach München verlegte, um selbst Bier zu brauen. 1614 wurde ein Braumeister, wohl namens Elias Pichler, von Einbeck an das Hofbräuhaus abgeworben, der fortan sein Ainpöckisch Bier in München braute.
Im bairischen Dialekt wurde daraus das „Oanpock“ und daraus im Lauf der Zeit die Bezeichnung Bockbier.
Einbecker Bier ist also der Ursprung aller Bockbiere. Wegen des hohen Alkoholgehalts des Bockbiers war es innerhalb der Hanse begehrt und wurde verschifft bzw. exportiert.
Hinter Tür 15 des deutschen Adventskalenders von Kalea versteckt sich heute ein Einbecker Bier das kein starkes Bockbier ist, sondern eine "light" Interpretation eines Weihnachtsbieres. Es wurde von der niedersächsichen Tradtionsbrauerei auf hohen Alkoholgehalt verzichtet und dem Weihnachtsbier wird vor allem durch malzigen Noten sein winterlicher Charakter verliehen.
Wir wünschen viel Spass beim Verkosten und freuen uns auf euer zahlreiches Feedback! Prost!
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