Österreichs bester Biersommelier

Österreichs bester Biersommelier

Ein guter Brauch: Die Österreichische Biersommelier-Staatsmeisterschaft findet im Rahmen der Austrian Beer Challenge statt – und die reiste heuer nach Vorarlberg. 21 Kandidatinnen und Kandidaten folgten ihr ins Ländle.

Vom Vorrunden-Parcours bis zur großen Bühne

Austragungsort der Vorrunden war die Mohrenbrauerei in Dornbirn – eine würdige Kulisse für ein Kräftemessen, das es in sich hatte. In der Vorrunde mussten die Teilnehmenden zehn Bierproben auf typische Aromen und Fehlaromen analysieren, zehn Biere per Blindverkostung verschiedenen Bierstilen zuordnen und in einem theoretischen Test ihr Bierwissen unter Beweis stellen. 

Wer dabei zu den zehn Besten zählte, hatte nicht nur das Halbfinale erreicht – sondern auch einen Platz im österreichischen Nationalteam für die Biersommelier-WM 2027 gesichert.

Halbfinale heißt K.O. – nicht nur im Fußball. 

Je zwei Kandidatinnen und Kandidaten traten in fünf Runden gegeneinander an und präsentierten ein ihnen unbekanntes Bier vor einem 20-köpfigen Auditorium. Die fünf Duell-Sieger und der beste „Lucky Loser" qualifizierten sich für das Finale – das sich auf die Bühne der Austrian Beer Challenge im Frödischsaal in Zwischenwasser/Muntlix verlagerte.

Sechs Finalistinnen und Finalisten

Dort warteten auf Johannes Keller, Julian Selinger, Reinhard Feigl, Katharina Marterer, Sebastian Voglmayr und Albert Mühlwerth sechs verschiedene österreichische Bierspezialitäten – zugeteilt per Zufall, unbekannt bis zur Präsentation. Genau das ist der Charme des Finales: Wer hier überzeugt, beweist nicht nur Wissen, sondern auch die Fähigkeit, spontan und souverän auf ein Bier zu reagieren – Bierstil, Brauerei, Charakter.

Vor den Augen der Jury glänzte Reini Feigl mit dem Austrian Amber Ale vom Brauhaus Gusswerk – und ließ keinen Zweifel offen. Julian Selinger belegte mit dem Zillertaler Schwarzen Platz zwei; die Steirerin Katharina Marterer holte sich mit dem alkoholfreien IPA Loncium FreePA Bronze – und war nach eigenen Angaben selbst überrascht, „jetzt am Stockerl zu stehen".

Ein Team für die Heim-WM

2027 richtet Österreich die 9. Biersommelier-Weltmeisterschaft aus – und tut das mit einem frisch geformten Nationalteam, das sich aus den zehn besten Finalistinnen und Finalisten der Staatsmeisterschaft zusammensetzt. Für Florian Berger, Geschäftsführer des Verbands der Brauereien Österreichs, ist das eine erfreuliche Ausgangslage: Das Team sei die beste Werbung für heimische Bierkultur. 

Österreich ist im Biersommelier-Wesen übrigens seit Langem Vorbild: Das Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier, das der Verband seit 2006 betreibt, hat international Schule gemacht.

Reini Feigl selbst richtete seinen Dank nach dem Titelgewinn zunächst an seine Familie – an Frau und Tochter, die in wochenlanger Vorbereitung nicht nur viel Verständnis aufgebracht, sondern auch viele Biere eingeschenkt haben. Man kann sich schlechtere Trainingsumgebungen vorstellen. Prost.


Fotos: © pirart.at
Quelle: Verband der Brauereien Österreichs

Gusswerk - Austrian Amber Ale
Amber Ale
5,4% vol.
3,49
Zillertaler - Schwarzes
Schwarzbier German Style
5,2% vol.
3,53
Loncium - FreePA
Ale Alkoholfrei
0,5% vol.
3,39

Weitere News

Alle