Schneeeule Berlin fliegt wieder

Schneeeule Berlin fliegt wieder

Im August letzten Jahres mussten wir über das Ende der Schneeeule berichten. Nun gibt es sehr erfreuliche Nachrichten aus Berlin.

Die Brauerei, die Ulrike Genz 2016 gegründet hatte, um die historische Berliner Weiße zurück ins Rampenlicht zu holen, war im vergangenen Herbst in die Insolvenz gerutscht. Am 30. September schloss Genz die Türen ihres Schneeeule-Salons. Was blieb, waren die letzten Flaschen im Keller — und die Hoffnung, dass dieser einzigartige Bierstil nicht wieder in Vergessenheit gerät.

Diese Hoffnung hat sich erfüllt. Ein neuer Partner steigt ein — ein Bierliebhaber, der Ulrike Genz den kreativen Freiraum lässt, den sie braucht, um Berliner Weiße auf Weltklasse-Niveau zu produzieren: Die Schneeeule soll wieder fliegen.

Was auf dem Spiel stand

Wer die Geschichte von Schneeeule kennt, weiß, wie viel an dieser Brauerei hängt — nicht nur für Ulrike Genz persönlich. Die historische Berliner Weiße, einst als „Champagner des Nordens“ in edlen Kristallpokalen geschlürft, war durch Industrialisierung, Weltwirtschaftskrise und Krieg fast vollständig verschwunden. Genz hatte sie nicht einfach neu interpretiert, sondern möglichst originalgetreu wiederbelebt: mit Brettanomyces-Hefen aus einer 40 Jahre alten Flasche, mit Flaschengärung, mit dem ganzen handwerklichen Aufwand, den dieser Stil verlangt.

Schneeeule war damit mehr als eine Brauerei. Sie war ein lebendes Stück Biergeschichte. Wenn du mehr dazu lesen willst, schau dir gerne diesen Bericht an. 

Was jetzt kommt

Zunächst einmal: Geduld. Das Team betont, dass die Vorbereitung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Man sucht nach einem neuen Produktionsstandort, hat die Atempause der vergangenen Monate aber genutzt, um zu reflektieren — was lief gut, was soll künftig besser gemacht werden. Konkrete Neuigkeiten sollen folgen, sobald es die betriebliche Situation erlaubt.

Wer beim Crowdfunding mitgemacht hat und noch auf offene Rewards wartet: Die werden nicht vergessen. Auch dieses Thema will das Team nochmal aufgreifen.

Ein Dankeschön, das ankommt

Was in der Facebook-Mitteilung besonders auffällt: die Wärme, mit der sich das Team bei der Community bedankt. Der Rückhalt der Bierliebhaber:innen — auch beim Crowdfunding — habe die Wiederbelebung erst möglich gemacht. Das ist bei weitem keine Floskel. Wer mitgeholfen hat, hat tatsächlich etwas bewirkt.

Die Schneeeule fliegt wieder. Auf gute Nachrichten — und auf die Berliner Weiße. Prost.

 

 

Foto: Screenshot Schneeeule@Facebook (12.05.2026)

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