Konzentration und Zukunftsorientierung im Schankanlagen-Geschäft

Konzentration und Zukunftsorientierung im Schankanlagen-Geschäft

Fünf der potentesten und bekanntesten österreichischen Privatbrauereien, vier davon sind »Culturbrauer«, alle sind sie Teil der Initiative »Unabhängige Privatbrauereien Österreichs«, wollen ihr Schankanlagen-Business bündeln.

Es handelt sich dabei um die Stieglbrauerei zu Salzburg, die Privatbrauerei Zwettl (Niederösterreich), die Privatbrauerei Hirt (Kärnten), die Vorarlberger Mohrenbrauerei und die steirische Braugenossenschaft aus Murau.

Sie planen, Anteile an der Schankwerk GmbH und in Summe gemeinsame Kontrolle über das Unternehmen zu erwerben. Zeitgleich soll ihr jeweils eigenes Geschäft betreffend Schankanlagen und deren Servicierung aufgegeben werden. Das geht aus einer Veröffentlichung der Bundeswettbewerbsbehörde hervor. Das Anmeldedatum ist der 11.09.2026; die Bekanntmachung im BWB-Register erfolgte am 14.09.2026. 

Geplante Anteils-Verteilung

Nach dem geplanten Erwerb sollen die Anteile an der Schankwerk GmbH wie folgt gehalten werden: Die Stieglbrauerei zu Salzburg wird 20% und die anderen genannten Brauereien werden jeweils 10% der Anteile halten; der bisherige Alleingesellschafter Anton Kammerlander soll mit 40% beteiligt bleiben.

Die in Neumarkt am Wallersee ansässige Schankwerk GmbH wurde erst im April diesen Jahres (2026) gegründet. Der Gründer und Alleingesellschafter Kammerlander war zuvor 15 Jahre bei der Stieglbrauerei tätig, zuletzt als Leiter für Schankanlagen. Sein Geschäftsmodell setzt auf »smarte« Schankanlagen, die mittels Digitalisierung und KI Fehlerbehebung und Wartung aus der Ferne ermöglichen. Die Schankwerk GmbH versteht sich als Anbieterin einer kompletten Lösung für den gesamten Schankprozess, bestehend aus Schankprodukten, Softwarelösungen und Serviceleistungen.

Fokus auf Bierpflege

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, hierbei handelt es sich um eine von langer Hand vorbereitete und sorgfältig geplante Maßnahme zum Zweck einer gemeinsamen, leistungsfähigen und vor allem zukunftsorientierten Lösung im Rahmen des wichtigen Themas »Bierpflege«. Schließlich sind die an dem Coup beteiligten Brauerei allesamt dafür bekannt großen Wert auf Bierkultur und Schankhygiene zu legen.

 

 

Quelle: Bundeswettbewerbsbehörde, Österreich 
Text: Birgit Rieber

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